Montag, 19. September 2016

Ein Lesebericht - Der Sturz des Doppeladlers

Premiere!

Ich lese gern und viel.


Das ist wohl mein ältestes Hobby.


Das habe ich bisher hier noch nicht oder zumindest wenig erwähnt.


Heute möchte ich damit brechen und meine erste Buchrezension veröffentlichen.


Ich habe für den Almathea Verlag den neuesten Roman von Birgit Mosser "Der Sturz des Doppeladlers" vorab lesen dürfen. Meinen Eindruck dazu möchte ich mit euch teilen.



Die Donaumonarchie befindet sich im dritten Jahr eines erbarmungslosen Krieges, seine Auswirkungen treffen Menschen aller sozialen Schichten:
Das Kindermädchen Berta, das ungewollt schwanger wird, die Härten eines Daseins als ledige Mutter erfährt und im Krieg um das Überleben ihres Kindes kämpfen muss; den jungen Tiroler Hotelierssohn Julius Holzer, der sich als Kaiserjäger in den Schlachten an der Dolomitenfront wiederfindet; den Architekten August Belohlavek, der in russische Kriegsgefangenschaft gerät und schließlich Ferdinand von Webern, Sektionschef im k.u.k. Ministerium für Äußeres, der hautnah die politische Umbrüche wie die Entscheidungen der Alliierten erleben muss.

Berührend, wie die vier so unterschiedlichen Familien in den letzten Jahren des Habsburgerreiches ihr Schicksal meistern. Erschreckend, wie gnadenlos Politik und Militär Menschenleben opfern. Und bezaubernd, wie trotz aller Tragödien wieder das Pflänzchen Hoffnung in den Menschen keimt, obwohl am Ende dieses furchtbaren Krieges nichts mehr so ist, wie es einmal war.

Der Autorin ist es gelungen, durch die detailreichen Beschreibungen der unterschiedlichen Charaktere verschiedene Blickwinkel auf diese Epoche in der österreichischen/europäischen Geschichte festzuhalten.

Besonders genossen habe ich die Dialekt-Dialoge. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, die Personen direkt zu hören! Weiters ist es fesselnd, wenn man genannte Orte - sogar Straßen - persönlich kennt.

Geschichtsunterricht einmal anders - nicht nur für historisch interessierte LeserInnen!

Alles Liebe,
Tanja

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